„True Crime“ – aus vier mach eins oder Verbrechen und andere Bosheiten

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Die Einsiedler

Die Zuschauerinnen und Zuschauer entschieden jeweils am Ende einer Szene durch das Drücken von Buzzern mit unterschiedlichen Tönen, welches Stück fortgesetzt wurde. Ein gelungener Kniff. So sprangen die einzelnen Szenen quasi hin und her und man fand sich ständig in unterschiedlichen, aber chronologisch stimmigen Teilsträngen der Gesamterzählung wieder. Langeweile kam deshalb nie auf und das Publikum war zudem gezwungen, bei der Sache zu bleiben. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
Eine Moral gab es übrigens auch: Verbrechen lohnen sich nicht: die dargestellten Mörder, Räuber, Betrüger und Fälscher wurden alle erwischt, manche hatten gar ob ihrer Taten ein schlechtes Gewissen, das sie täglich plagte. Und auch diese Erkenntnis war lehrreich: 85 Prozent der Bevölkerung sind manipulierbar, nur 15 Prozent scheinen immun dagegen. Deshalb: Vorsicht vor falschen Freunden und Ratschlägen.
 

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Der hoch verdiente Applaus als Lohn

Und das Ensemble? Hatte seine große Freude an dem Stück und an der Aufführung. Dies zeigte sich nicht nur am Abend selbst, sondern auch bereits vorher in den Proben und an den tollen Ideen für die Umsetzung, hatten die Darstellerinnen – der einzige männliche Darsteller fiel leider krankheitsbedingt aus – doch auch am Bühnenstück selbst mitgeschrieben. Und diese Freude zeigte sich ebenso in ihrer Schauspielerei. Einfach toll! Als besonderen Dank und nicht nur wegen des warmen Wetters gab es nach der Aufführung eine Runde Eis für alle.
Matthias Kausch