5B nahm an der Citizens-Science Aktion 'Meere und Ozeane - das Meer beginnt bei uns' im Wissenschaftsjahr 2016/17 teil

Bericht zur Verschmutzung der Pegnitz 23.06.2017
Die Untersuchung der Verschmutzung des Flusses war in fünf Schülergruppen aufgeteilt und fand an der Pegnitz in Lauf a. d. Pegnitz in der Nähe des Wenzelschlosses statt. Die erste Gruppe hat die Fließgeschwindigkeit des Flusses mit 0,2 m/s gemessen und auffällige Tier- und Pflanzenarten, wie Stockenten und Brennnessel, dokumentiert. Die zweite Gruppe untersuchte den Müll am Flussufer, Gruppe 3 Müllsammlungen und Gruppe 4 untersuchte treibenden Müll. Gruppe 5 war für das Aufspüren der Müllquellen zuständig, sowie für die Zusammentragung der Ergebnisse in einem Bericht.
Im Feld neben dem Fluss fanden sich einige mittelgroße Müllansammlungen, vor allem in Form von Plastik, wie Plastiktüten oder auch Zigarettenstummel. Auch gefährlicherer Müll, wie Glasflaschen und -scherben wurden am Flussufer und in Flussnähe ausgemacht. Im Fluss selbst wurden weniger große Müllobjekte gefunden, vermutlich wird sich dennoch auch hier kaum sichtbares Mikroplastik im Wasser befinden. Dazu wird ein Netz, das für eine Stunde ins Wasser der Pegnitz gehängt wurde, noch von einem Institut ausgewertet und analysiert. Woher der Müll kommt, lässt sich ziemlich leicht erahnen, wenn man sich etwas entlang des Flussufers bewegt. Aufgrund des dortigen Spazierweges am Fluss werden die Mülleimer am Flussufer durch Flussbesucher gefüllt oder Müll wird in Flussnähe vergessen oder abgeladen. Daher kann es schon bei Wind dazu kommen, dass sich vorwiegend leichter Müll, wie Plastik über das Feld und den Fluss verteilt. Andererseits kommt der treibende und abgelagerte Müll im Fluss von weiter entfernt gelegenen Müllquellen und setzt sich durch die Flussströmung dort ab. Der gefundene Müll wurde gesammelt und ebenfalls zur Analyse zu einem Institut gesendet.
Das Projekt hat den Schülern insgesamt gefallen, da man sich in der Natur bewegen konnte und es interessant war herauszufinden, wie viel Müll sich in einem regionalen Fluss befindet und generell Informationen über ihn zu sammeln. Trotzdem haben sich auch Schwierigkeiten herausgestellt. Es kamen Bearbeitungsprobleme auf, da es z. B. teils lange gedauert hat den Müll herauszusuchen. Außerdem war die abgesuchte Fläche nach Müllsammlungen sehr groß (ca. 6000 m2).
Man darf nicht vergessen, welchen Schaden Müll der Flora und Fauna in einem Fluss anrichten kann. So können Tiere beispielsweise an aufgenommenen Kunststoffresten ersticken oder sich innere Verletzungen zuziehen. Selbst wenn dies nicht eintritt, können die Kunststoffe das Verdauungssystem des Tieres blockieren und zu Mangelernährung führen. Es kommt auch immer wieder zu dem Fall, dass sich Fische und Vögel in Netzen oder Plastikresten verfangen und erhängen bzw. Körperteile abschnüren oder verhungern. Das von den Tieren aufgenommene Plastik findet sich dann beispielsweise in Fischen wieder, die gefangen werden, vom Menschen verspeist werden und ihrerseits gesundheitliche Probleme, wie Unfruchtbarkeit und Krebs auslösen. So gerät das Plastik zurück in einen Kreislauf dessen Ausmaße immens wachsen. Kunststoffablagerungen im Fluss führen zudem zu Wachstumsstörungen in der Pflanzenwelt und zerstören somit den Lebensraum vieler Tiere.
Wir alle sind verantwortlich für unsere Umwelt und ihre Erhaltung. Wenn man allein schon darauf achtet, seinen Müll nach einem Aufenthalt in der Natur wieder mitzunehmen und nicht achtlos wegwirft, trägt man schon zum Umweltschutz bei, es fängt damit schon im Kleinen an. Wenn wir dann noch darauf achten Müll zu vermeiden, wären wir einen entscheidenden Schritt weiter. Man kann das bereits beim Einkauf tun, indem man eher auf Plastikverpackungen und -tüten verzichtet und beispielsweise auf alternative Taschen zurückgreift. Jeder kann seinen Beitrag zur Müllvermeidung leisten, denn jeder produziert Müll, der durch die Abflüsse in die Flüsse und Meere gelangt. Wichtig ist dazu auch die Aufklärung über das Müllproblem, denn viele wissen gar nicht, welcher langfristige Schaden durch den vom Menschen in der Natur entsorgten Müll entsteht.
Jan Schollmeier
unterstützt von: Sarah, Emma, Lena, Benno, Luna und Nisa der 5B
im Rahmen eines Forschungsprojektes des Wissenschaftsjahres 2016/17