Laufer Schüler erfolgreich beim Landesfinale von Jugend forscht

Steffen Kraußer vom CJT-Gymnasium landet mit seinem Projekt beim Landesentscheid in München auf Platz drei

LAUF/MÜNCHEN – Steffen Kraußer vom Christoph-Jacob-Treu-Gymnasium hat in der vergangenen Woche beim Landesfinale des wissenschaftlichen Nachwuchswettbewerbs „Jugend forscht“ den dritten Preis gewonnen. Mit der Präsentation seines entwickelten Coffein-Schnelltests hat der 12.Klässler die Jury von seinem Projekt überzeugt. In sieben Fachbereichen wurde nach den innovativsten Projekten von Nachwuchsforschern aus ganz Bayern gesucht.

Im Rahmen seiner Seminararbeit, die jeder angehende bayerische Abiturient anfertigen muss, hat Steffen Coffein aus Getränken isoliert und mit chemisch-physikalischen Methoden nachgewiesen. Darüber hinaus kam er auf die Idee, eine noch schnellere Nachweismethode zu erforschen, mit der man in kurzer Zeit überprüfen kann, ob - und wenn ja - wie viel Coffein in einem Getränk enthalten ist, wodurch der innovative Charakter des Projekts unterstrichen wird. Damit trat er Ende Februar beim Regionalwettbewerb in Erlangen an und setzte sich gegen 18 weitere Chemie-Projekte aus ganz Mittelfranken durch. Der Regionalsieg war zudem die Eintrittskarte für den viertägigen Landeswettbewerb Ende März im Deutschen Museum in München. Hier kämpfen die Regionalsieger aus den sieben bayerischen Bezirken um den Einzug ins Bundesfinale, das dieses Jahr in Darmstadt stattfindet. In München stand zunächst der Aufbau des Standes auf dem Programm, da auch eine anschauliche Präsentation in die Bewertung einfließt. Bei den Gesprächen mit der vierköpfigen Jury, bestehend aus hochrangigen Vertretern aus Wissenschaft und Forschung, wurde nicht nur auf Probleme und Erfolge bei der Projektumsetzung eingegangen. Im Fokus stand vielmehr die Diskussion mit den Juroren, die mit sehr detaillierten Fragen die Teilnehmer auch auf ihr Durchhaltevermögen hin prüften. Bei der Preisverleihung übergab die Jury Steffen den dritten Preis, den Sonderpreis „Ernährungsphysiologie“ der Hermann Gutmann Stiftung sowie ein Forschungspraktikum bei der BASF. Auf dem ersten Platz in Chemie sah die Jury den Ingolstädter Moritz Hamberger, der in seinem Projekt Biodiesel aus Algen gewinnt. Er darf Bayern nun beim Bundeswettbewerb vertreten.
Für Steffen endete der Wettbewerb insgesamt sehr erfolgreich: „Ich hätte nicht gedacht, dass ich mit dem Projekt so weit gekommen bin, da die Konkurrenz sehr stark war. Besonderer Dank gilt meinem Projektbetreuer Karl Bögler und meinem Chemielehrer Stefan Grabe, die mich in vielerlei Hinsicht bei diesem Projekt unterstützt haben. Jetzt gilt es aber erstmal, sich auf das bevorstehende Abitur zu konzentrieren.“