Willkommen in Lauf

Von Adventskalendern, Bratwürsten und einer Dampfmaschine

Nach einigen Jahren ohne einen Austausch mit einer französischen Schule durften von 6.12. bis 13.12.2018 22 Schüler der neunten und zehnten Klassen des Christoph-Jacob-Treu-Gymnasiums ihre Austauschpartner aus Bordeaux willkommen heißen. Mit dem Lycée Montesquieu und der dortigen Deutschkollegin Frau Bablick, die übrigens ursprünglich aus dem Bayerischen Wald kommt, wurde der langersehnte Partner gefunden, der einem Austausch von Schülergruppen und auch von einzelnen Schülern sehr offen gegenübersteht. Das Programm in Lauf war vielfältig und sollte den französischen Schülern vor allem die Traditionen und die wechselreiche Geschichte der Region näherbringen. So besichtigten die französischen Schüler im Rahmen des gemeinsamen Projektes "Die kulturelle Identität des Partners entdecken" die Stadt Lauf bei einer Stadtrallye mit ihren Austauschpartnern, machten einen Workshop im Industriemuseum und bauten dort eine Dampfmaschine, druckten eine Grafik im Dürerhaus, besichtigten die Nürnberger Burg und die Felsenkeller und beschäftigten sich auch intensiv mit der Rolle Nürnbergs im 3. Reich. Die Ausstellung im Dokumentationszentrum Reichparteitagsgelände und die anschließende Führung über das Gelände beeindruckten die französischen Schüler sehr. Außerdem wurden sie bei einem Empfang im Rathaus von Lauf sehr freundlich von Herrn Schriefer und Herrn Bürgermeister Bisping empfohlen und bekamen viele interessante Hintergrundinformationen über Lauf. Besonders freuten sie sich darüber, dass viele von ihnen an ihrem Ankunftstag, dem 6.12., mit einem Nikolausgeschenk und viele auch mit einem eigenen Adventskalender beschenkt wurden. Die deutschen Schüler hatten außer den gemeinsamen Aktivitäten unter der Woche am Wochenende noch einiges für ihre französischen corres organisiert, wie Ausflüge, z.B. nach Bamberg, zum Klettern und in die Therme nach Hersbruck und natürlich zum Bummeln nach Nürnberg, aber auch den Besuch der verschiedenen Weihnachtsmärkte und gemeinsames  Plätzchenbacken. Beim Abschied am Nürnberger Flughafen gab es jedenfalls auf beiden Seiten Tränen, weil die erste gemeinsame Woche so schnell vorbeigegangen war.