Geschichte

Das Fach Geschichte ist von der 6. bis zur 12. Jahrgangsstufe Pflichtfach und wird in der 10. Jahrgangsstufe einstündig, ansonsten immer zweistündig unterrichtet.

Dem Fach Geschichte kommt eine besondere Bedeutung bei der Grundlegung eines vertieften Allgemeinwissens zu. Neben den im Fach Sozialkunde vermittelten Inhalten und Fähigkeiten befähigt eine solide historische Bildung besonders zu der Teilhabe an einem demokratischen Staatswesen. Die Schüler erlangen durch den Unterricht Erkenntnisse über Strukturen, Prozesse, Ereignisse und Persönlichkeiten, welche die Vergangenheit geprägt haben und damit auch das Leben in der Gegenwart beeinflussen. Die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit fördert die Bereitschaft, sich mit dem Fremden und Ungewohnten auseinanderzusetzen und ihm mit Offenheit zu begegnen. Gleichzeitig erleichtert die Beschäftigung mit Zusammenhängen zwischen Vergangenheit und Gegenwart die Orientierung der Schüler in ihrer eigenen Lebenswelt.
 

Chronologischer Überblick

Durch die Auseinandersetzung mit frühen Kulturen der Ur- und Frühgeschichte sowie mit Griechenland und dem Römischen Reich der Antike lernen die Schüler die Grundlagen der europäischen Geschichte kennen. Im Mittelalter differenziert sich die europäische Geschichte weiter aus und gewinnt zugleich an Kontur. Nach dem Zerfall des römischen Reiches lassen sich die Anfänge der heutigen Staaten und Regionen Europas immer deutlicher erkennen. Schon mit den frühen Kontakten mit anderen Kulturen und verstärkt mit den Entdeckungsfahrten weitet sich der Blick in der Frühen Neuzeit immer stärker auf die ganze Welt. Die Auseinandersetzung mit der Idee der „Nation“ in der Moderne und ihre Auswirkungen in der neuesten Geschichte bilden schließlich die Basis für das Verständnis zeitgeschichtlicher Phänomene. Gerade durch die Beschäftigung mit der Auseinandersetzung zwischen der Demokratie und ihren scheinbaren totalitären Alternativen (Nationalsozialismus, Kommunismus) im 20. Jahrhundert erhalten die Schüler ein vertieftes demokratisches Bewusstsein.
In der Oberstufe löst sich der Geschichtsunterricht vom chronologisch-genetischen Prinzip, um sich mit Längs- und Querschnitten verschiedenen Fragestellungen genauer zuzuwenden.